Das bin ich

Manuel Izdebski
Foto: Viktor Vahlefeld/vvg-koeln

Mein Name ist Manuel Izdebski. Ich bin 1967 im Schatten des Förderturms von Schacht III in Rünthe auf dem Zechenplatz geboren. Obwohl die Ortschaft zu diesem Zeitpunkt bereits ein Stadtteil von Bergkamen war, stand in meinem ersten Personalausweis als Geburtsort noch: "Rünthe, jetzt Bergkamen". Ausweislich dieses Dokuments darf ich mich also als waschechter Rünther bezeichnen. Mittlerweile lebe ich schon lange in Dortmund, fühle mich aber der alten Heimat verbunden.

Vor ein paar Jahren habe ich damit begonnen, die Geschichte meiner Familie zu erforschen. Die Ahnenforschung ist ein Hobby, das ich mit vielen Menschen teile - auf lokaler Ebene in der genealogischen Arbeitsgemeinschaft "Roland zu Dortmund e.V." Für einen Teil meiner Familie konnte ich den Stammbaum bis 1650 zurückverfolgen. Im Zeitalter des Internets ist es relativ einfach, die Abfolge seiner Ahnen zu bestimmen. Viel spannender ist für mich der historische Kontext. So war es für mich nur ein kleiner Schritt von der Ahnenforschung zur Ortsgeschichte. Dass mir Rünthe als mein eigener Geburtsort dabei besonders am Herzen liegt, versteht sich von selbst. Übrigens hat die Familie Izdebski ihren Ursprung in Marienburg im damaligen Westpreußen. Es war mein Urgroßvater Jacob Izdebski, der um 1880 nach Kirchderne kam, um auf der Zeche Gneisenau zu arbeiten, die zu dieser Zeit abgeteuft wurde. Damit begann eine 107-jährige Bergbautradition in unserer Familie, die mit dem Renteneintritt meines Vaters 1987 endete.

Ich bin also der Nachfahre eines sog. Ruhrpolen. Damit erklärt sich auch der schwierige Familienname, den zu buchstabieren mir im Laufe von Jahrzehnten in Fleisch und Blut übergegangen ist. Wenn ich gefragt werde, woher ich komme, dann anworte ich augenzwinkernd, dass ich echter "Ruhrpott-Adel" bin.

Ich freue mich, meine ortsgeschichtlichen Beiträge in diesem Blog zu veröffentlichen und hoffe, dass sie Gefallen finden. Anregungen oder Kritik richten Sie gerne an mich.